Vorsorge im Detail
Kurz- und mittelfristige Geldanlage
Für Ziele zwischen etwa 2 und 10 Jahren: Auto, Eigenkapital für eine Immobilie, Ausbildung der Kinder, größere Anschaffungen. Die Aufteilung hängt am Zeithorizont. Für 1 bis 3 Jahre Tagesgeld oder Festgeld, für 5 Jahre plus breit gestreute ETF-Sparpläne. Was du zwischendurch brauchst, gehört nicht an die Börse. Keine Einzelaktien, keine Spekulation. Diese Ebene ist für planbare Lebensziele, nicht für Rendite-Experimente.
Worum geht's?
Zwischen Notgroschen und Altersvorsorge liegt eine Geldschicht für planbare Lebensziele in mittlerer Zukunft: Auto in 3 Jahren, Eigenkapital für eine Wohnung in 7 Jahren, Ausbildung der Kinder in 12 Jahren. Die Anlage richtet sich hier nach dem Zeithorizont. Je kürzer, desto sicherer und desto weniger Rendite. Je länger, desto mehr Aktienquote, desto mehr Rendite-Chance, desto mehr Schwankungs-Risiko.
Wann ist sie sinnvoll?
Für jeden, der konkrete Ziele im Zeitrahmen 2 bis 10 Jahre hat. Erst wenn der Notgroschen voll ist, darf diese Ebene überhaupt aufgebaut werden. Ohne konkretes Ziel bleibt Geld entweder im Notgroschen oder in der Altersvorsorge. Eine mittlere Ebene nur aus Bequemlichkeit anzulegen, ergibt meistens ein suboptimales Ergebnis: zu wenig Rendite für Langfrist, zu viel Risiko für Kurzfrist.
Worauf du achten solltest
Die Aufteilung ist simpel: Für Ziele unter 3 Jahren ausschließlich Tagesgeld oder Festgeld, weil Kursschwankungen das Kapital genau dann erwischen könnten, wenn du es brauchst. Für Ziele zwischen 3 und 5 Jahren etwa 50 Prozent sicher, 50 Prozent breit gestreut (globaler ETF). Für Ziele ab 5 Jahren bis 10 Jahren überwiegend ETF-Anteil, mit einem Sicherheits-Puffer. Keine Einzelaktien, keine gehebelten Produkte, keine Kryptowährungen für Sparziele. Das sind Investmentvehikel für Überschuss-Kapital, nicht für Lebensziele.
Was kostet das ungefähr?
Tagesgeld und Festgeld sind kostenfrei, verzinsen sich aber niedriger als die Inflation über längere Zeiträume. ETF-Sparpläne bei Neobrokern kostenlos, TER 0,15 bis 0,25 Prozent p.a. Depotgebühren bei Direktbanken meist 0 Euro.
Typische Fallstricke
Drei häufige Fehler. Erstens: Geld für kurzfristige Ziele in Aktien anlegen. Ein 20-Prozent-Kursrutsch in dem Jahr, in dem du das Auto kaufen wolltest, wirft die ganze Planung um. Zweitens: Einzelaktien oder Themen-ETFs für mittelfristige Ziele. Das Risiko ist für planbare Ziele zu hoch. Drittens: der Einstieg per „Market Timing". Wer warten will, bis „die Börse tief ist", verpasst meistens die besten Tage und verschlechtert die Gesamtrendite.
Konkrete Produkte und Empfehlungen
Welcher konkrete Tarif für dich sinnvoll ist, hängt an deiner persönlichen Situation. Die Unterschiede zwischen guten und schlechten Verträgen sind in dieser Produktgruppe real, gehen aber oft erst in Details wie Gesundheitsfragen, Einschlüssen und Wartezeiten sichtbar hervor. Ich bespreche das gerne mit dir im persönlichen Gespräch.
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